Schmerzen der Seele

An Tagen wie diesen,
merke ich wie tief sie sitzen,
die Schmerzen meiner Seele…
So viele Jahre später
immer noch ein Stich im Herzen
Erinnern immerzu,
die vergangenen Zeiten.

Sie kommen wie der Regen,
unerwartet und plötzlich.
Wühlen längst vergrabene Gefühle auf
und hinterlassen eine Leere,
in der ich mich immer wieder verliere.

Erinnerungen, Augenblicke und Momente..
Füllen meine Augen mit Tränen..
Lassen mich vergessen zu leben..

Und ich sehne mich
nach der Schulter der Mutter Erde..
Hoffend das sie mich hält,
noch ein letztes mal..

© Nila ❤

Das Ende der Jahreszeiten #WritingFriday

 

In Zeiten wie diesen, merke ich erst… 
wie wertvoll sie sind, die Gezeiten.. 
Wie oft verfluchte ich den Regen.. den Wind
oder gar den Winter..
Wie oft, sehnte ich mich nach dem Sommer.. nach der Hitze… 
Und jetzt erst, nach dem Verlust der Jahreszeiten,
erkenne ich, wie dumm ich war. 
Immer sehnte ich mich nach dem einen, der nicht da war..
Statt alle zu lieben, so wie sie kamen… 
Sie alle zu lieben, alles was sie uns gaben… 
Alles zu lieben, ihre Schönheit und Farben.
Nun weiß ich …
ohne den einen.. werden die anderen
nicht mehr lange bleiben.. 
Der Kreislauf ist unterbrochen…
alles fällt in sich zusammen… 


Einst verschneit und verträumt, 
liegt die Zeit in deinem Herzen.
Geschmolzen ist, nicht nur das Eis,
sondern auch mein Herz,
durch deinen Anblick… 
Lodernd brenne ich… Zunächst 
eine schöne kleine Flamme, wärme für die Kälte 
aber dein Licht so strahlend hell,
immer näher rückt sie uns 
verdunstet all die Meere,
verdampft sind all die Träume… 
Feuer breitet sich so langsam aus..
verbrennt die Bäume… verbrennt die Saat…
Immer fort und immer nah…
durchbrach deine Wärme die Kälte….
Und nun verdurste ich hier in der Wüste…
eine Welt nur mit dir….
So schön und doch so gefährlich.
So langsam Schmelze ich, meine Welt verblasst.
Langsam werden wir alle zugrunde gehen…
Trocken und verlassen…
enden wir heute hier in deinem Licht..  

 

Nila ❤  

 

 

Hier könnt ihr meine anderen Texte zum November #WritingFriday nachlesen: 

 

Der letzte meiner Art  an dem Schneemann gebunden… die Geschichte von dem Tod des Winters Die kleine Schneeflocke

 

Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spaß und versucht voneinander zu lernen

Bei mehr gewünschten Informationen, schaut bei Elizzy vorbei!

 

 

Autorin: Unknown — Herz & Verstand

An 10 Inspirierende Fragen, habe ich mich heute gewagt.

Zunächst, danke für diese tolle Idee und den schönen Fragen.

Dann wollen wir mal… nicht unbedingt die Hosen fallen lassen.. Aber durch die Augen.. in meine Seele blicken…

Ja das wäre mein Fall…

Beschreibe dich selbst mit drei Worten:

Ich bin Batman…

ach quatsch

Ich bin Ich…
…..mehr […]

über Autorin: Unknown/Nila — Herz & Verstand

Die kleine Schneeflocke #WritingFriday

Huhu ihr Lieben!

Etwas verspätet kommt mein Beitrag zur Writing Friday Challenge.

Die Regeln im Überblick;

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spaß und versucht voneinander zu lernen

Bei mehr gewünschten Informationen, schaut bei Elizzy vorbei!

 

 

Hier nochmal der Link von letzter Woche….

Der letzte meiner Art  an dem Schneemann gebunden… die Geschichte von dem Tod des Winters

 

 

Ich bin Bell. Ich bin eine kleine Schneeflocke. Heute ist der letzte Tag des Winters. Heute ist mein letzter Flug auf die Erde.
Heute wird es das letzte Mal sein, das wir die Welt mit unserem weißem Gewand umhüllen werden, ein letztes Mal in dem wir die Welt in einem Meer aus weißen Flocken bedecken werden. Wie ich mich fühle?
Heute werde ich ein letztes Mal leben… Und heute werde ich sterben.
In meinem Leben als Schneeflocke habe ich schon viele Winter kommen und gehen sehen. Ich besuchte die schönsten Weihnachtsfeste überall auf der Welt. Die Lichter, das Lachen und diese Liebe.. aber ohne uns war das Fest niemals vollkommen.
Aber nun hat man beschlossen, das es kein Winter mehr geben soll. Alles ist dabei zu schmelzen. Einige wenige von uns sind noch da, um noch ein letztes Mal die Schönheit des Winters vor Augen zuführen. Ein letztes Mal um die verschiedenen Arten zu retten, die auf unseren Schnee angewiesen sind. Ein letztes Mal um die Welt abzukühlen, wenigstens für einen kleinen Augenblick.
Ich bedauere es sehr, dass das Schicksal des Winters, der vielen Arten und auch meiner an den Entscheidungen anderer geknüpft ist und dass das Ende des Winters auch das Ende unser allen ist.
Aber Angst, nein, die habe ich nicht. Allem Anfang folgt ein Ende, alles Leben hat auch einen Tod. Ich freue mich, dass ich ihn noch habe, diesen einen Tag. Was alles ich schon erlebt habe, was alles ich heute noch erleben werde.. was alles danach noch kommen wird.

 

 

Nila ❤

 

 

Der letzte meiner Art #WritingFriday

Ich weiß nicht, wie lange ich noch zu leben habe. Wenn du dies findest, bedeutet es das auch ich, der erste, und heute zu diesem Zeitpunkt, auch der letzte meiner Art, nicht mehr unter euch weile. Wir waren einst ein großes Volk, mit der Zeit wurden wir zu Geschichte. Langsam verschwanden sie alle, einer nach dem anderen. Irgendwann war mein Volk nur noch eine Legende. Man vergaß uns, man glaubte nicht mehr an uns und so wurden wir alle zu einem längst vergessenen Mythos.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die alte Zeit.
Ich lebte mit meinem Volk weit oben auf dem Gipfel eines Eisberges …
Um uns herum Schnee, soweit das Auge reichte,
Gletscher und Eisberge die im Licht der Sonne funkelten.
Unten im Tal, inmitten von all diesen Eisbergen, da lag einst ein kleines Dorf.
Schöne kleine Häuser mit vielen bunten Lichtern.
Der Rauch der aus ihren Kaminen stieg und sich mit dem sanften Nebel  verschmolz erinnerte mich immer an eine Landschaft wie aus einem Gemälde.

Unbeschwert und fröhlich lebten wir auf unserem Gipfel.
Die Menschen feierten uns. Kaum fiel eine neue Schicht Schnee, da kamen sie hinaus. Kleine wie Große, erfreuten sich an unserem Anblick und bauten noch mehr von uns. Stetig stieg die Zahl meines Volkes an. Jeder Tag war ein Fest für uns.
Doch plötzlich hörte alles auf. Man berichtete, das die Erde zusammenbrechen werde, Erderwärmung nannten sie es. Am Anfang verstanden wir das alles nicht so genau. Selbst die Menschen schien das wenig auszumachen. Sie lebten einige Jahre wie gewohnt weiter. Aber mit was wir alle nicht gerechnet hatten, war die Natur.
Die Menschen wogen sich in Sicherheit, da sie der Meinung waren das sie die Natur besitzen und auch kontrollieren könnten.

Aber dann ging alles so schnell.
Die Eisberge fingen an zu schmelzen. Riesige Eisgletscher fielen auf das Dorf hinab.
Viele Menschen starben, sie ertranken, einige wenige die das Überlebten zogen in den Süden, bis keiner mehr übrig war, außer meinem Volk und mir. Was mit ihnen passiert war weiß ich nicht, seit jeher sahen wir nie wieder einen Menschen.
Die Erde hatte auch sie verschluckt.
Die Tage wurden immer wärmer. Die  Sonne verbrannte mein Volk, auch sie schmolzen dahin, langsam und qualvoll.
Nichts blieb mehr von ihnen übrig, wie sehr ich sie auch zu halten versuchte.

Übrig ist heute um mich herum ein Meer aus geschmolzenem Eis.
Ein fast vergessener Ort
zerstört und düster.
Einst ein in Schnee und von Bergen gehüllter Dorf,
heute verlassen und Tod.
Inmitten der Trümmer meines Heimes lebe ich, nun hier,
einsam und im Sterben.

Ob wir diesem Schicksal irgendwie hätten verhindern können ist mir bis heute immer noch ein Rätsel. Aber sicher hätte es eine Möglichkeit gegeben falls  wir früher die Anzeichen erkannt hätten..
Aber es ist zu spät,
auch meine letzte Stunde hat geschlagen.
Auch mich wird sie holen,
den ersten und letzten Schneemann der Erde.

Vergisst mich nicht.

 

 

Nila ❤

 

 

 

 

Dies ist mein erster Versuch an einer kleinen Geschichte.
Ich Bitte um Nachsicht und gerne auch um einen Feedback.  ❤

 

 

 

Baum des Lebens 

Baum des Lebens
Art by Ramilo

 

Im Schatten deiner selbst
lege ich mich zu ruh..
Bette  mich sanft in deinem Beet aus Blüten
und lasse sie baumeln meine Träume…
Lausche dem sanften Melodien,
deiner in Wind wehenden Äste…
Erfreue mich an deinen farbenfrohen Blättern
und stille meinen Hunger an deinen Früchten…
Dein Atem gibt mir Leben…
Und doch fühle ich mich dir überlegen…
Woher kommt das bloß, dieser Hochmut…
Warum macht es mich voller Selbstsucht…
Wo ich doch Teil eines ganzem bin
und nicht das Ganze an sich….
Wo ich doch ohne dich nicht bin…
Du aber sehr wohl ohne mich.
So möchte ich doch eigentlich nur hier
an deinen Wurzeln verweilen…
In Ruhe und in Freiheit…
Auf ewig!

Nila ❤

Das Mädchen aus dem geheimen Garten

Girl from mystery Garden
Art by Ramilo

 

 

Sieh mir in die Augen…
Sag mir was du siehst….
Ist es Freude? Ist es Trauer?
Sieh mir in die Augen…
Sag mir was du fühlst….
Ist es Schönheit? Ist das Perfektion ?
Du kannst mich zwar sehen
aber wer ich wirklich bin..
das wirst du niemals erfahren….
Nur alles was ich dir heute preisgebe
ist das was du morgen in mir sehen wirst….
Meine Offenheit und deine Erfahrung allein
reichen nicht aus um über mich zu urteilen…
Fehlt es dir an Verständnis…
So wirst du niemals deine Erleuchtung erreichen…
So sieh mir in die Augen und Sage mir was du siehst…
Denn ich bin das Mädchen aus dem
geheimen Garten deiner längst vergessenen Träumen….
-Ich bin du!

Nila ❤

Auge

 

 

image (1)
Art by Ramilo

Ich blicke hin und doch bin ich blind…
Das eine Auge urteilend das andere stumm….
Zwei gleich und doch so verschieden….
Eins wie ich gerne wäre, offen und klar,
Eins wie ich bin, blind und verschlossen…
Ich sehe alles und doch möchte ich nicht wirklich verstehen….
So bin ich hier und doch ganz weit weg….
So leuchte ich mit einem Auge
Und liege im Schatten meines
verschlossenen Auges.
Nila ❤

Heimat

Heimat…Zuhause, wo bin ich und wo gehöre ich hin? Diese Frage ließ mich nicht mehr los.

 

Neulich lass ich einen Artikel über eine Frau aus Sri Lanka, die vor dem Bürgerkrieg geflohen war und gut 20 Jahre im Ausland wohnte. Zuhause fühlte sie sich aber nicht mehr in Sri Lanka sondern hier im Ausland. Sie schien angekommen zu sein.

So fragte ich Amma, ob sie Deutschland nun ihre Heimat nennen würde, ich erzählte ihr von dem was ich gelesen hatte.

„Sie hat schon recht, sagte Amma nach kurzem überlegen, man lässt uns nicht fühlen als wäre Sri Lanka unsere Heimat, für sie sind wir, die aus dem Ausland…..fast schon Fremde.“

Da sitzt sie nun 25 Jahre später, hinter sich ihre Heimat die sie mit 29 Jahren und 3 Kleinkindern verlassen hatte, aber angekommen war sie noch nicht. In ihrer Stimme höre ich den Schmerz.

„Aber hier fühlt es sich auch nicht an wie Heimat, sagte sie leise, es mag zwar für dich anders sein, da du hier aufgewachsen bist, aber ich habe schon lange keine Heimat mehr.“

Nein, auch für mich fühlte es sich hier nicht wie Heimat an. Man lebte hier, aber wirklich dazugehören dann irgendwie doch nicht. Egal wie sehr ich die Sprache des weißen Mannes beherrsche, für sie bin ich nur ein Tiger im Schaffell. Vielleicht haben mich die Kinderjahre hier geprägt, wo man mir klar zeigte, das man anders war. Die Jahre wo es noch kein Multikulti gab. In der Zeit wo man unbekanntes, skeptisch und mit Vorurteilen zynisch, betrachtete.
Das Gefühl von Zugehörigkeit hatte ich schon lange verloren. Denn Heimat ist ein Ort an dem sich die Seele wohlfühlt. Willkommen und akzeptiert. Frei von urteilen. Ein Ort wo das Herz wohnt und auch geliebt wird. So sind wir immer noch die geflüchteten die immer noch nicht angekommen sind.

„Für eine Ausländerin, sprechen sie aber ganz gut deutsch.“

 

Ich widersprach ihr nicht aber stimmte ihr auch nicht zu, dennoch hatte sie es verstanden. Sie blickte in die Ferne und versank in ihren Gedanken.

Zwischen diesen beiden Welten versuchte ich irgendwie meinen Platz zu finden, so wie sie und viele andere Tamilen auch. Die Flucht hatte uns jeden auf seine Art und Weise verändert, übrig bleibt uns nach wie vor  nur die Hoffnung.

 

 

Die Hoffnung eines Tages endlich anzukommen.

 

 

Nila ❤

Herz-Schmerz

Ins leere starre ich,
im Herzen fühle ich nichts.
Trübe sind meine Augen ,
müde mein Vertrauen.
Ich sehne mich in der Ferne,
nach dem wahren Einen..
Nach dem Tod selbst
Denn er allein, so glaube ich,
kann mich endlich von den Qualen erlösen.

Viel zu lange wandere ich schon
auf den Scheiben meiner selbst.
Blutig und voller schmerz
gehe ich diesen Weg, Schritt für Schritt.
Die Scherben sind nicht jene
die mich verletzten,
mein Körper nicht der verletzte.
Verwundet bin ich im Geiste,
verletzt ist meine Seele.

Die Ruhe kann es nicht finden,
alles was ich tun kann
sind Wunden, die ich fühle.
Denn mein Körper fühlt,
mein Herz jedoch nicht.

Nila ❤

In den tiefen der Unendlichkeit sind wir alle Gefangene der Zeit